Geschichte Dithmarschens Dithmarschen im „Dritten Reich“ und in der Nachkriegszeit

Datum:

5.03.2020 bis 26. 03. 2020
Uhrzeit: 17:00 - 18:30 Uhr
Kosten: 56,00 € EUR
Kursort: VHS Meldorf (Kulturzentrum), Rosenstr. 12, 25704 Meldorf

4 Nachmittage
Rüdiger Möller (Historiker)
Martin Gietzelt (Historiker
Kurs Nr. 1111

Die Zeit des Nationalsozialismus hat in Dithmarschen kaum sichtbare oder ohne Hintergrundwissen erkennbare Zeichen hinterlassen. Zum einen wurden diese Zeichen nach Kriegsende getilgt: aus dem „Adolf-Hitler-Koog“ wurde der „Dieksanderkoog“, an vielen Orten wurden „Horst-Wessel“ – oder „Otto-Streibel-Straßen“ politisch korrekt umbenannt. Denkmäler der Nationalsozialisten in Wesselburen und Wöhrden wurden entfernt. Zum anderen spielen Gedenkstätten zu nationalsozialistischen Verbrechen, wie die Gedenkanlage in Gudendorf im öffentlichen Bewußtsein kaum eine Rolle.
Das kann jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass der Nationalsozialismus in Dithmarschen eine breite Zustimmung fand. Die Ergebnisse der letzten Reichstagswahl vom März 1933 bestätigen dies.
Nach dem Ende des NS-Regimes stand auch Dithmarschen vor einer schwierigen Phase des politischen, wirtschaftlichen und sozialen Aufbaus, der sich im Spannungsverhältnis von Tradition und Bruch vollzog. Beleuchtet wird zum Einen die allgemeine Notsituation in Dithmarschen direkt nach Kriegsende, die durch die Zunahme der Bevölkerung aufgrund der Ankunft von Flüchtlingen und Vertriebenen und durch die Ausweisung verschärft wurde. Zum Anderen werden der Prozess der allmählichen politischen Selbständigkeit in demokratischen Verhältnissen und die wirtschaftliche Erholung beschrieben.
Abschließend wird von der kulturellen Entwicklung nach 1945 berichtet.

Zur Übersicht Kursreihe „Geschichte Dithmarschens„.
Die Veranstaltungen finden im Semesterwechsel entweder in Wesselburen oder in Meldorf statt. Sie können semesterweise gebucht werden.

Bitte rufen Sie uns an oder senden uns Ihren Kurswunsch. Wir setzen uns umgehend mit Ihnen in Verbindung. Vielen Dank!